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Die Mär Die Mär von King Kalle

Gesprächsstoff Gesprächsstoff oder wie King Kalle das macht:-)

Wie alles begann King Kalle - wie alles begann

Wie alles begann II King Kalle - wie alles begann (Teil II)

Abendessen Abendessen

Schreckenszeiten Schreckenszeiten - Kampf dem Schrubber

Bewerbung Bewerbungsschreiben

Rocky Re: Rocky's neuester Diebstahl

dick Re: Unser Kater ist zu dick

subject: Die Mär von King Kalle
author: B. Leidig BLeidig@gmx.de
date: Sonntag, 12. Juli 1998
forum: news:de.rec.tiere.katzen

Die Mär von King Kalle

Es ist ohne Weiteres möglich, daß Deine Katze so verdroschen wird, daß sie sich nicht mehr aus der Wohnung traut. Ohne Dir Panik machen zu wollen - ein fehlendes Auge ist ebenfalls möglich (oder ein ausgefranstes Ohr, kahle Stellen im Fell oder Vernarbungen, auf denen kein Fell mehr wächst)
Natürlich ist es ebenfalls möglich, daß Deine Katze eines Tages einen Kumpel mitbringt, den er zum Essen einlädt. Deine Katze sitzt dann vor Dir, schaut Dich an und fängt an zu schreien - schaut Ihren Kumpel an - und beide schreien!

Lacht nicht Leute - ich hab´s erlebt!!

Es gibt dann noch eine dritte Möglichkeit!

Nämlich:
Nach dem Umzug in ein neues Revier (mein Kater und die Katze meiner Frau wollten mal wieder was Neues sehen - da sind wir eben mal schnell umgezogen) hat der Kater festgestellt, daß in der Nachbarschaft ein absoluter Hüne wohnt (wild!). Was aus dem Hünen wurde, lest Ihr alle am besten selbst.

-----------------------

Die folgende Geschichte ist eine wahre Begebenheit, und wird heute noch an den Feuern hier im Lande erzählt.
Charly, vollständiger Name =

IchbinderChefhierundMirgehörthiereinfachAlles
undwerwasvonmirwilldenhauichausdenSchuhen
undichscheißhinwoichwill

Graf Rotz von Weinheim und vorderem Odenwald (genannt King Kalle), inspizierte vor nicht allzusehr vergangener Vergangenheit seinen Hoheitsbereich.
Bei der Durchwanderung der von seiner Hoheit vereinnahmten Gefilden, nahm seine Hochwohlgeborenheit wahr, daß ein recht überdimensionierter Schatten von seiner Hoheits Carport (unter dem gnädigerweise von Ihm erlaubt das Auto des Vermieters stehen durfte) auf ihn zu fallen gedachte. Ungehalten dieser unverschämten Mißbilligung seiner majestätischen Würde und recht unwirsch über diese seiner göttlichen Größe mißachtende Art und Weise des schon boshaften Entzuges der seine majestätischen Gestalt wärmenden Strahlen der Sonne, gedachte ihre königliche Hoheit seinen Revuekörper mit Elan auf den Carport zu schwingen, um den pottenhaften Rüpel seiner Regierung zu unterwerfen, und diesen in seine von Ihrer Hoheit gesetzten Schranken zu weisen!
In Anbetracht der aber blitzartig auftretenden Müdigkeit und der extremen Größe seines verachtungswürdigen Widersachers, wurde demselben zuerst einmal der Fehdehandschuh vor die Pfoten geworfen und der offene Krieg erklärt.
Seine Majestät wand sich dann nach verbalen Verachtungsausdrücken seinerseits und einer ordentlichen Watschn seines seine Majestät um Haupteslänge überragendenden Gegenübers an seinen Hofstaat, und damit auch an seinen ersten Kriegsherren, der alles beobachtet hatte, die Blessuren seines Königs verarztete und sofort während eines nachfolgenden, ausgiebigen Mahles, bestehend aus Thunfisch auf Toast, einen sehr erfolgversprechenden Plan zur Säuberung der von seiner Hochwohlgeboren vereinnahmten Gebiete erarbeitete.
Seine Hoheit sandte seinen Kriegsminister zu dessen Bruder, der vor gar nicht allzulanger Zeit, eine, der Mutter seines Sohnes nicht allzusehr zusagende, Waffe zur Ausübung der Kunst des Scharfschießens, auf die Kehrseite der Großmutter, erwarb. Diese hervorragende Waffe, mit dem vieldeutigem Namen Supersplash, wurde unter Zusage einiger Versprechungen und Hinzufügen von Ausgleichszahlungen, in Form von einigen Kilo Eiscreme und etlichen Pfund Schokolade, dem Kriegsherren seiner Majestät King Kalle überlassen.
Dieser machte sich flugs auf den Weg zur Residenz seiner Majestät, um die erdachten Vergeltungsmaßnahmen umgehend zu ergreifen.
Der König in seiner Wohlgestalt wartete schon leicht ungehalten auf den Zeitpunkt des Vergeltungsschlages. Die Waffe der Vernichtung des Gegners wurde mit zwei Liter des Flüssigkeit geladen, die den Schreck, den Greuel - ach was sag´ ich da - den Horror eines jeden Wesens, das von der schönsten Göttin, die einst die Erde beherrschte, abstammt, darstellt - nämlich - WASSER!!!
Jenes abgrundtief feuchte, alles naßmachende Element, ohne das kein Baum existieren kann, auf dem der König alltäglich seine Sonnenbäder zu nehmen pflegt.
Die Vorbereitungen waren beendet, die Schlacht nahte. Jeder der Beteiligten erging sich nochmals in seinen eigenen Gedanken. Die Luft war erfüllt von Spannung - selbst im nahen Wald schienen Funken in den Wipfeln der Bäume umherzuspringen. Der Wind hatte sein Flüstern eingestellt, ja sogar das Plätschern des Flusses schien um Einiges leiser.
Der Kriegsherr drückte andächtig seine Zigarette aus. Der König ging noch schnell mal dahin wo jeder zu Fuß hingeht.

Dann - stattlich in seiner Gestalt, königlich in seiner Ausstrahlung - befahl seine Majestät das Öffnen des großen Einganges zur Burg (Flurfenster).
Anmutigen Schrittes betrat der König die Stätte der Schlacht die alles verändern sollte. Noch einmal sandte er einen prüfenden Blick zu Schießscharte, hinter der er seinen Kriegsminister gewahrte.
Er schaute seinen häßlichen Widersacher an, der, teils dösend teils erwartend, reglos auf dem Carportdach verweilte. Nur sein Schwanz schien sich im Takt seines Herzschlages auf und ab zu bewegen.
Gedanken schossen dem König durch den Kopf - was wird werden wenn ich verliere? - was wird aus meiner königlichen Gemahlin, Gina vom Hängeschrank, wenn ich im ritterlichen Kampf mein Leben lasse? was wird aus der Welt, wenn ich nicht mehr bin?
All diese Gedanken schossen dem König durch den Kopf. Aber auch der Gedanke, was werden würde, wenn er den Feind in der jetzigen Situation belassen würde, war auf keinen Fall annehmbar!
So stürzte sich der König auf den verhaßten Feind.
Wahrlich liebe Leute, ein Ringen entbrannte, das ich hier kaum in Worte zu fassen vermag!
Es wurde gefaucht, getreten, gebissen und gekratzt. Keiner schenkte dem Gegenüber auch nur die Zeit um Atem zu holen. Es war ein Gefecht um Leben und Tod. Selbst die Sonne verbarg ihr Antlitz hinter einer grauen Wolke, um den Schrecken dieser grauenhaften Schlacht nicht mit ansehen zu müssen.
Es wurde gekämpft bis zum Umfallen. Der König dachte noch an seinen Kriegsminister mit seiner alles vernichtenden Waffe, der ihn offensichtlich kläglich im Stich gelassen hatte, der elende Verräter. Er würde sich dem feigen Lumpen annehmen, sobald er diesen dahergelaufenen Streuner in seine Schranken gewiesen hatte.
Dann passierte es - der König, normalerweise ein trittsicherer Herr der umliegenden Gebäudebedachungen, glitt auf umherliegendem Unrat, den seine unwürdigen Vasallen mal wieder nicht aus des Königs Refugium entfernt hatten, aus! Sofort gewahrte der Widersacher seine unwürdige Gelegenheit und stellte sich auf seine Hinterbeine, um sich mit einem Sprung auf den König zu stürzen.
Dies erkannte jedoch des Königs Kriegsminister! Im Bruchteil eines Lidschlages nahm er seine Waffe - legte an - zielte mit sicherer Hand, und: SPLASH!! schoß er dem üblen Gegner eine Ladung Wasser direkt in das abstoßend häßliche, vom Straßendreck verschmierte Antlitz.
Des Feindes Konzentration war dahin - wie weggefegt! Augenblicklich wurde dem König sein Vorteil gewiß! Er stürzte sich rittlings auf den Kontrahenten und biß ihm in den Nacken - dieser richtete sich auf um den König abzuschütteln - und wieder - SPLASH!!! Volltreffer!
Der Herrscher des Umkreises wirbelte mit einem königlichen Purzelbaum von seinem Feinde weg, um zu beobachten, ob dieser mittlerweile dem Kampf durch Aufgabe ein Ende machen wollte. Und genau dem war so! Er hatte genug! Er gab auf! Er war geschlagen! Der König lies noch einmal seinen herrschaftlichen Brüller verlauten, was den Üblen dazu bewegte endlich die Stätte des ruhmreich gewonnenen Kampfes des Herren dieser Ländereien - ach was sag ich da - dem Herren dieses Landes, dem Capo di tutti Capi, dem Bewahrer des Glaubens, der Hoffnung und des Friedens zu überlassen.
Der Kampf war vorüber, der Feind geschlagen und die Schlacht gewonnen.
Wieder im Schloß angekommen, wurde der König mit freudigem Hoch empfangen, und von seiner Hofdame, Gina vom Hängeschrank, wurde sich vorbehalten des Regenten Wunden höchstpersönlich zu pflegen. Selbst die Hunde der Mutter des Kriegsministers verneigten andächtig ihr ergrautes Haupt um dem König zu huldigen.
Es herrschte Freude überall im Lande, von Nah und Fern kamen die Freunde des Kriegsministers - ebenfalls natürlich Kriegsminister in herrschaftlichen Häusern derer, die von der Katzengöttin abstammen - nur um den siegreichen König in seiner strahlenden Schönheit zu bewundern.
Die Siegesfeier dauerte Tage! Freudige Lieder wurden gesungen, so mancher Schwank wurde erzählt, von einiger Mär wurde berichtet. Diese hier zu erzählen, sind jedoch eine andere Geschichte.

--
MfG

Kriegsminister und Schreiberling des Königs der umliegenden Ländereien

King Kalle


_/_/_/ Bruno Leidig \_\_\_ ;-)

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subject: Re: gesprächsstoff oder wie King Kalle das macht:-)
author: B. Leidig BLeidig@gmx.de
date: Dienstag, 4. August 1998 14:11
forum: news:de.rec.tiere.katzen

Unser Charly (Graf Rotz von Weinheim und umliegenden Odenwald kurz King Kalle) meint auch er müßte unbedingt beachtet werden wenn der dicke Dosenöffner nach Hause kommt. Einmal dachte ich, läufste einmal an ihm vorbei (1. Fehler) und grinst ihn frech an (2. Fehler). Als ich dann am Computer saß, kam er von hinten, sprang mir auf die Schulter und wollte mir ins Ohr beißen (oder wollte es abbeißen:-)) Mit einem gekonnten Schulterwurf wollte ich ihn an der Tastatur vorbei zwischen Joystick und Boxen hindurchrollen. Er aber kam extrem pronto wieder auf die Beine, kämpfte meine Schreibtischleuchte nieder, sprang auf den Monitor, schnappte sich mein Mikrofon und wollte damit abhauen. Während des Fluchtversuches mit dem Mikrokabel im Maul trampelte er auf mein Jaz, warf es herunter und wollte weiterrennen, aber - das Kabel vom Mikrofon war zu kurz, also hat er es losgelassen. Der Fluchtversuch war natürlich erfolgreich, weil ich mein Laufwerk auffangen mußte. Meine Frau erzählte mir dann, daß er sich hinter seinem Katzenkorb versteckt hatte, während ich ihn suchte, - und grinste!

-- MfG

_/_/_/ Bruno Leidig \_\_\_

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subject: King Kalle - wie alles begann
author: B. Leidig BLeidig@gmx.de
date: Samstag, 8. August 1998 14:56
forum: news:de.rec.tiere.katzen

Dunkel - Warm - Gemütlich.

Aber eng! - mords eng!

Ein kleines Katerchen im Bauch seiner Mutter denkt zum ersten Mal! Er denkt, nanu, was tritt mich denn da in meinen Rücken? He Du da oben, nimm Deinen Hintern aus meinem Auge! Sonst ist gleich Achterbahn angesacht hier!! - jessas bin ich müde - oi oi oi - ach egal! - gute Nacht alle miteinander. -

Was´n jetzt? Au! das tut weh! Hört auf - das wird ja immer enger! Ja das ist ja zum aus dem Fell zu fahren!! Aufhören zu Donnerwetter! Ich hau´Euch gleich..... huch? wo ist denn die Andere gblieben, die mir vor-hin noch das Kreuz zertreten wollte? Weg? Schöööööön! Platz! Hach - bin schon wieder müde - gute Nacht!

Ja was issen schon wieder los? Fangt Ihr schon wieder an? AU! Aufhören, lasst den Sche....! kann man da nicht mal in Ruhe ´nen Meter abpofen? AUUUUUUU! Zum Donnerwetter was drückt mich dann da nach unten? Hey - wasn jetzt? Oh Gott ist das auf einmal kalt!! Scheeeeeeiiiiissseee! Lass mich wieder da rein! Weg da - ich will da rein! Ach - die sind ja alle doof! Keiner mag mich! Wartet nur ab Ihr Rübenna-sen wenn ich Euch in die Krallen bekomme - dann ist was los! Ich weiß nämlich jetzt schon, daß Ich später mal was ganz besonderes werde!! Was ganz Großes! Irgenwo werd´ ich mal Chef! Irgendwannn später - verlasst Euch drauf!!

Und dem Katerchen wurde es auf einmal ganz schwummerig um den Kopf, und er schlief ein. Später wurde er sanft wieder geweckt. Seine Mutter leckte Ihn ab. Er war gerade vor ein paar Minuten geboren worden. Seine Mutter schien stolz - aber als Mensch sieht man das ja nicht so genau. Sie leckte alle ihre Jungen fein säuberlich ab. Der kleine Kater genoß dies. Er genoß es sehr. Er vermisste die Wärme, die Ihn noch vor wenigen Minuten umge-ben hatte, und wenn seine Mutter ihn leckte, war es etwas wärmer um ihn herum. Schlafen, dachte er, nur schlafen will ich jetzt. Wartet bis ich groß bin - dann wird alles anders! Und wieder war er eingeschlafen.

Er erwachte. In ihm war ein Gefühl. Ein ganz komisches, das er noch nie gefühlt hatte. Ignorieren, dachte er, einfach nicht daran denken. Aber das Gefühl war richtig widerlich! Mann konnte es einfach nicht ab-sichtlich irgendwie abstellen - unmögliches Gefühl! Auf einmal wußte der kleine Kater aber was er zu tun hatte! Er mußte an den Bauch seiner Mutter! Da war etwas, das dieses Gefühl wieder weg-machen würde, er wußte das ganz genau! Er drehte sich, oder besser gesagt er versuchte es, seine Mutter aber kam ihm zuvor, und schob ihn mit der Nase dort hin, wo man mit der Schnauze an die Mutter mußte, um zu trinken! Ja TRINKEN, das war das, was er die ganze Zeit wollte - trin-ken! Dann hörte wahrscheinlich auch dieses blöde Gefühl auf, das ihn schon die ganze Zeit nervte! Er spürte vor seiner Nase einen kleinen Knubbel, der roch nach seiner Mutter, und nach etwas anderem, das eigentlich nicht schlecht roch! Er nahm den Knubbel un den Mund und lutschte daran - dann saugte er daran - und, Leute was für ein Gefühl, war das guuuuut!! Den Knubbel geb ich nicht mehr her!, dachte das Katerchen, der gehört mir!!! Möööönsch wie ist das gut!! Mhmmm - fein, alles meins, hehe, nix gibts! alles meins !!

Er saugte und saugte, trat um sich, trampelte mit den Pfoten an der Mutter herum, daß noch mehr Milch kommt, und aß sich so richtig satt.

Dann schlief er wieder ein. Er träumte. Eigentlich wußte er gar nicht, daß er träumte, er wußte nur, daß er irgendwas erlebte. Er träumte von einer großen weißen Katzendame. Die große weiße Katze sprach auf einmal zu ihm! Er konnte es klar und deutlich hören! Sie sagte zu ihm: "Hör zu kleiner Kater, noch bist Du klein und verstehst nicht, was um Dich herum geschieht. Aber eines Tages wirst Du es verstehen - Manches zwar erst später - viel, sehr viel später - aber verstehen wirst Du es. Du wirst einmal ein Herrscher über ein Reich sein, das nur Dir gehört. Du wirst Freunde und Feinde finden, schöne und weniger schöne Tage ha-ben und Dir wird es einmal gut und auch einmal weniger gut gehen. Aber im Großen und Ganzen wird Dein Leben schön sein............. "

Und die große weiße Katze war wieder verschwunden.

Was wolte die jetzt?, fragte sich der kleine Kater als er aufgewacht war, von was hat denn die jetzt gesabbelt? Egal, erst mal happahappa machen. Und flugs hatte sich der Kleine wieder bei seiner Mutter an den Knubbel gelegt, um zu frühstücken.

So ging das noch ein paar Wochen weiter, der kleine Kater fraß, was das Zeug hielt und schlief den ganzen lieben langen Tag.

Eines Morgens, als er mal wieder zum Schmackofatzen an dem Knubbel bei seiner Mutter hing und dabei trampelte, war irgend etwas anders als sonst. Irgendwie schien ihm, daß es heller war als an den anderen Tagen als er bei seiner Mutter gesaugt hatte. Nanu, dacht er, kommt die große weiße Katze wieder? Nein, kann sie ja nicht - ich schlafe ja nicht mal ! Der Kleine wurde richtig nervös und hörte auf zu trinken. Auf einmal wurde es noch heller um ihn. Er sah zwei helle Schlitze! In diesem Moment fiel es ihm auf. Er konnte sehen! Ja er konnte auf einmal sehen!!! Er öffnete seine Auigen vollends - und SAH!! Er sah seine Mutter, er sah seine Geschwister und sah um sich herum einen braunen Karton, aus dem seine Mutter eben elegant heraus-sprang.

Sein Herz klopfte. Uiiiiii...... dachte der kleine Kater, Ei der Daus - das ist vielleicht ´ne feine Sache. Alles so groß hier! Da muß ich ja gleich mal kucken, was da hinten in der Ecke......... nanu? was ist denn nun los? Das gibt´s doch nicht! Wieso wird denn alles kleiner und wieso seh´ ich alles von oben? Hey - Mann, hier ist nach noch was! Das ist ja noch größer als ich dachte! Das braune Ding da unten ist ja nur ein Kasten in einem riiieeesigen Zimmer! Und schön warm ist es hier. Wo sitz ich denn eigentlich drauf hier? Auf der Mama? Nee, das riecht ganz anders! Nicht die Mama! Nee nee - das muß was anderes sein. Mal umdrehen.

Der kleine Kater drehte sich um - und erstarrte! Er saß auf den Händen eines Riesen! Gott war der groß! Der hörte ja gar nicht mehr auf! Und was der für Geräusche machen konnte! Das klang vielleicht blöd! Es hörte sich an wie, psss psss psss - miez miez - wuddeldi wuddeldi.

Geben diese großen Wesen immer so einen Dummfug von sich?, dachte sich der kleine Kater, da will ich besser nicht mit denen zu tun haben - ist vielleicht ansteckend. Schnell weg hier!

Aber der Riese hatte den Kleinen schon zurück in den Karton gesetzt, und eine seiner Geschwister auf die Hände genommen. Das war dem Katerchen egel, Hauptsache er wurde wieder in Ruhe gelassen und konnte wieder an der Mama, die mittlerweile wieder im Karton lag, trinken, und danach ein Nickerchen machen. So ging das noch eine Weile weiter. Der Kater erkundete SEIN Revier, SEINEN Karton, in dem, natürlich von Ihm erlaubt, seine Geschwister mit ihm wohnten. Er hatte jetzt auch herausgefunden, wie er den Karton, sein Schlafzimmer, verlassen konnte! Er mußte sich nur auf seine Hinterpfoten stellen, und sich mit den Vorderpfoten (ja Vorderpfoten! Diese großen Riesen hatten nur Hinterpfoten! Er dagegen hatte vorne auch zwei! Er war diesen Riesen gegenüber also im Vorteil!) am Rand seines Schlafzimmers festhalten, und nach oben ziehen. Dann kam er aus dem Karton heraus! Diesen Trick hatte er natürlich niemandem verraten - die anderen sollten dies ruhig alleine herausfinden! Er schlich durch das große Zimmer, und dachte er könnte, wie er es eigentlich schon gewohnt war, neben dem großen Loch in der Wand, durch das immer diese großen Riesen hereinkamen, den doofen Druck loswerden, wegen dem immer hinten aus dem Kater ´was rauskam, wenn er sich auf den Boden setzte und kräftig drückte. Diesmal machte ihm aber seine Mutter einen Strich durch die Rechnung! Sie packte ihn mit den Zähnen am Nacken, wie sie es schon des Öfteren im Karton getan hatte, und trug ihn quer durch den ganzen Flur in eine andere Kiste, die nach dem roch, was eben aus einer Katze hinten herauskommt, wenn sie diesen Druck verspürt. Der kleine Kater war ganz verängstigt! Er wußte nicht, daß er eigentlich etwas sehr Böses getan hatte, als er sich neben der Tür entleerte. Er machte sich in einer Ecke der Katzentoilette ganz klein, damit ihn niemand sehen konnte. Seine Mutter schaute ihn über den Rand der Toilette an. Er wartete noch ein bisschen, und wollte dann aus dem Kasten wieder flüchten, um sein Geschäft zu erledigen, das ihn mittlerweile recht arg zwickte und zwackte. Aber seine Mutter stupste ihn mit der Nase immer wieder zurück in den Kasten. Was zum Donnerwetter will den die von mir, dachte sich der kleine Kater, und warum klettert sie jetzt auch noch hier herein, wo es doch schon eng genug hier ist? Hey - was macht sie denn jetzt?

Die Mutter des Kleinen setzte sich auf die Hinterpfoten und scharrte mit den Vorderpfoten (ja, sie hatte auch Vorderpfoten - wie er!) ein Loch in den Sand. Das war vielleicht lustig! Man konnte hier ja richtige Löcher graben, das machte ja richtig Spaß, bemerkte der kleine Kater. Er sah, wie sich seine Mutter auf ein gegrabenes Loch setzte, und dort ihr Geschäft hinein fallen lies. Boh ey - mann, konnte seine Mutter gut zielen! Und sie gräbt es auch wieder zu! Ha - und stinken tut es auch nicht wie bei ihm hinter der Tür! Das mußte der kleine Kater auch mal ausprobieren. Gesagt - getan, der kleine Kater war richtig stolz auf sich. Er bekam sofort ein paar Streicheleinheiten und ein paar Knutscherlein von seiner Mutter. Das mit dem Katzenklo fand er so klasse, daß er ab sofort immer zur Toilette gehen wollte, wenn er mußte und er wollte ab sofort nicht mehr hinter die Tür gehen. Da hörte eventuell sogar das komische Gezeter der Riesin auf, die das immer wegmachen mußte, was er da hinterlies.

Und so vergingen die Tage. Der kleine Kater wuchs heran. Er war mittlerweile im stattlichen Alter von drei Monaten! Er tollte mit seinen Geschwistern, die ihm abgeschaut hatten, wie man das Schlafgemach verlies, durch die ganze Wohnung der beiden Dosenöffner, wie er und seine Geschwister die Riesen mittlerweile nannten (aber verratet das blos nicht! Die werden vielleicht sauer!), die hier eigentlich nur wohnten, weil er sie nicht, tolerant wie er nun mal war, aus seinen Räumlichkeiten werfen wollte. Er konnte das auch eigentlich noch gar nicht, weil er noch nicht wußte, wie er die Dosen öffnen sollte ( deshalb auch der Name Dosenöffner für die Beiden!) in der das feine Futter war, das er, seine Geschwister und seine Mutter zu fressen bekamen. Aber er würde das auch schon irgendwann auf die Rolle bringen - dessen war er sich sicher.

Eines Abends aber, kamen zwei andere Dosenöffner, die mit seinen Geschwistern spielten. Das war dem kleinen Kater ganz und gar nicht geheuer - er hatte auch ein ganz komisches Gefühl! Er versteckte sich im Wohnzimmer hinter einem Sessel und lugte mit einem Auge auf die Besucher. Er sah sich den männlichen der beiden Besucher an. Mensch hatte der einen Bauch - der wirft im Sommer garantier einen riesigen Schatten, und im Winter gibt er schön warm! Während er so die Beiden ansah, bemerkte er, daß der Dicke ihn gesehen hatte, und auf ihn zukam. Der kleine Kater wollte flüchten, aber der Dicke hatte ihn schon gefangen. Das wollte der Kleine nicht auf sich sitzen lassen! Er krallte dem großen in die Hand, und dachte, warte Alter, Dir reiß ich einen Finger ab! Aber der Große lachte nur und trug den kleinen Kater zu seiner Frau. Die Frau nahm den kleinen Kater auf die Hände und schmuste mit ihm. Hey - dachte der Kleine die ist ja richtig nett! und schmuste zurück. Die bei-den Gäste redeten noch ein paar Worte mit seinen Dosenöffnern, wäh-rend sie eine Tasse mit so komischer brauner Brühe tranken. Die ganze Zeit über schmuste der kleine Kater mit der Frau, es gefiel ihm! Die Frau war richtig nett. Ah, dachte der kleine Kater, jetzt stehen sie auf, und gehen. Hoffentlich kommt die Frau wieder, sie ist.............. Aber halt! Was machen denn die da mit mir? Haaaalt ! Nicht durch die Tür! Da ist doch eine Straße draußen, auf der Stinkekisten fahren! Haaalt, nicht weitergehen! Das darf man nicht! Meine Mama hat gesagt das darf man nicht! Lasst mich wieder rein! Ich will zu meiner Mama! Hilfe! Hiiiiilfeeeeee!

Mamaaaaaaaa!!!!!....................

Und so bekam der kleine Kater ein neues Zuhause. Er wurde von den beiden neuen Dosenöffnern einfach mitgenommen, ohne daß man ihn fragte! Er fand das unverschämt, ihn einfach mitzunehmen. Aber ihm war klar, daß er seine Mutter und seine Geschwister nie mehr sehen würde. Er wußte, daß jetzt eine neue Zeit für ihn anbrechen würde.

Über diese Zeit aber, wird in einer anderen Geschichte erzählt.

-- MfG

_/_/_/ Bruno Leidig \_\_\_ Schreiberling des Königs

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subject: King Kalle - wie alles begann. Teil II
author: KingKalle KingKalle@gmx.de
date: Samstag, 31. Oktober 1998 23:08
forum: news:de.rec.tiere.katzen

King Kalle - wie alles begann. Teil II

.............. Aber halt! Was machen denn die da mit mir? Haaaalt! Nicht durch die Tür ! Da ist doch eine Straße draußen, auf der Stinkekisten fahren! Haaalt, nicht weitergehen! Das darf man nicht! Meine Mama hat gesagt das darf man nicht! Lasst mich wieder rein! Ich will zu meiner Mama! Hilfe! Hiiiiilfeeeeee!
Mamaaaaaaaa!!!!! ....................

Ja - liebe Leute, so ist Charly das erste Mal Auto gefahren. Und ich sage Euch, es war für ihn die Hölle! Es ratterte und knatterte und es schepperte an allen Ecken und Enden !! Und dann das allerschlimmste; man (katz) konnte nicht einmal sehen was da drauße vor der Stinkekiste los war! Es raste einfach alles so schnell vorbei, daß dem kleinen Kerl ganz schwummerig vor den Augen wurde.

Aber, wisst Ihr was? Lassen wir den Kleinen doch selbst erzählen!

Mama - hilf mir doch!! Biiiitteeee! Ich habe Angst!!
Aber die Mutter des Kleinen war nicht mehr da. Sie war in dem Haus in dem sie geboren wurde zurückgeblieben. Nur der kleine Kater war mit den beiden Fremden gegangen, sonst niemand. Keine seiner vielen Geschwister war noch bei ihm. Er war ganz alleine mit den beiden Riesen, die man in Katzen - Fachreisen "Dosenöffner" nennt.

Die Fahrt dauerte und dauerte und dauerte, sie wollte gar kein Ende nehmen. Der kleine Kater machte sich auf dem Schoß der Frau ganz klein. Ihm war übel von der genzen Schaukelei. Er machte die Augen zu und dachte, daß er ganz schnell aufwachen müsste, damit dieser Alptraum endlich vorbei wäre. Aber es war kein Traum. Er fühlte sich so richtig schlecht. Ist ja auch verständlich, wenn man noch so klein ist, und nicht weiß, was auf einem zukommt.
Auf einmal hörte die Schaukelei auf. Der Krach war auch weg! Er war schon bald verrückt vor Angst gewesen - alles so laut hier. Muß doch nicht sein, wenn man so gut hört wie eine Katze. Die Frau nahm den kleinen Kater auf die Hände und kraulte ihn. Er machte die Augen ganz langsam auf, erst mal nur eines...... man weiß ja nie was kommt, und dann das andere. Die Frau schaute ihn ganz lieb an, und kraulte ihn wieder. meine Mama macht das aber besser, dachte das Katerchen. Die Frau setzte den kleinen Kater auf den Boden. Nanu wo ist denn die Stinkekiste? Der Kleine hatte nicht einmal bemerkt, wie sie aus dem Auto gestiegen und ins Haus gegangen waren, so eine Angst hatte er gehabt. Aber das war ja zum Glück vorbei.

Jetzt saß er nun so mir nix dir nix hier herum, und wusste nicht, was er machen sollte. Da sah er vor sich einen Schrank, unter den man drunter schlüpfen konnte. Wie ein gezackter Blitz sauste der kleine Wicht unter den Schrank, und versteckte sich. Jetzt fühlte er sich besser. Erst einmal gut verstecken, und die beiden Riesen da in Ruhe lassen und abwarten. Er dachte noch, heilandsdonnerwetter, was haben denn die blos mit mir vor. Bald fielen ihm die Augen zu, und er war tief und fest eingeschlafen.

Als er wieder erwachte, hörte er ganz andere Geräusche, als die, die er gewohnt war. Nunu? Was´n hier los? Erst mal schauen......vielleicht gibt´s was abzustauben! Da sah der kleine Kater auf einmal lange schmale, für die Augen einer Katze, sehr wohlgeformte Beine - Katzenbeine!! Möööönsch, dachte der kleine Kater, da is ja die Mama, und er sprang unter dem Schrank vor, auf die Katze zu um sie zu umarmen und .......... patsch - er bekam eine gescheuert, wie er noch nie im Leben eine gedatscht bekam! Vor lauter Schreck schoß der kleine Kater wieder unter den Schrank. Ja ............ Ja was war´n das? .......... Hat sie was, die Mama? Er lugte langsam unter dem Schrank hervor. Da sah er sie wieder. Ganz langsam schlich er von hinten auf die Mama zu und ..................... ach herrjeh - das war ja gar nicht die Mama! Rückzug - weg von hier! Aber zu spät, die fremde Katze hatte ihn schon bemerkt. Ganz langsam kam sie mit angelegten Ohren auf ihn zu. Dem Katerchen klopfte das Herz bis zum Hals. Richtig böse sah die fremde Katzendame aus. Da macht der kleine Kater die Augen zu, und dachte, hehe jetzt hab ich die Augen zu und kann Dich nicht sehen dann siehst Du mich auch nicht! Ätschibätsch! Reingelegt! Der Kleine wartete ab ..................... und wartete weiter ab ................... und nichts passierte.

Er machte die Augen auf, aber die fremde Katze war weg, verschwunden, nicht mehr zu sehen. Nuja, dachte sich der Kater, egal, die war eh´ blöd! Haut die mir einfach eine runter, obwohl ich nichts angestellt habe! Blöde Zicke, die! Wart´ nur! Wenn ich Dich kriege! Dann is´hier was los, hier! Aber volle Lotte, hier! Achterbahn fahr ich mit Der!, murmelte der Kleine halblaut vor sich hin.

Ist irgend etwas? , hörte er dann eine Stimme sagen, Ist der kleine Herr scharf auf ein paar Kratzer auf der Nase? Fühlt er sich etwa stark genug, um es mit mir aufzunehmen, der kleine Emporkömmling?
Auf einmal waren die Kraftansammlungen des kleinen Katers wie vom Wind weggeblasen. Hey, rief er, wer bisten Du? Und überhaupt - wo bisten Du? Wassn los?
Da hörte er die Stimme wieder, wer bisten Du? wo bisten Du? Wassn los?
Sag mal, Kleiner, woher kommst Du eigentlich? Wie redest Du denn? Bist Du auf der Straße aufgewachsen? Hast Du in der Gosse gelebt? Wir hier, bei Hofe, haben gelernt, uns so auszudrücken, daß es einer anständigen Felidae nicht in den Ohren schmerzt, wenn man sich unterhält. Also, achte bitte auf Deine Ausdrucksweise, DU FLEGEL!
Flegel, rief der kleine Kater, Flegel? Aber ich hab´doch gar keine Flegel! Sonst wär´ ich doch ein Piepmatz! Der kleine Kater schaute sich um, er konnte die Katze einfach nicht sehen, die da sprach. Und was ist den eigentlich am Hof? Hier is´doch gar kein Hof ! Du lügst!
Da spürte der kleine Kater eine sehr, sehr spitze Kralle auf seiner Stirn, die ihm den Kopf nach hinten bog, damit er an dem Stuhl, neben dem er saß, hinaufsehen konnte. Er sah die Katze von vorhin. Sie schaute ihn bitterböse an.
Sie sagte zu ihm, Kleiner ..... gib so etwas niemals wieder von Dir! Nie mehr! Sie sprang vom Stuhl herunter, und setzte sich direkt von den kleinen Kater. Der kleine Kater machte sich noch kliner wie eh´schon war und schloß wieder die Augen.

Mach sofort die Augen auf!, herrschte die fremde Katze den Kleinen an. Der Kater öffnete die Augen.
So, mein Kleiner,sagte die Katze, hör mir genau zu - aber ganz genau!
Sag nie wieder zu einer Katze, daß sie lügt. Eine Katze ist von Natur aus der Lüge nicht mächtig. Selbst wenn sie es versucht, ist immer zu erkennen, wie eine Katze etwas sagen will, sei es durch Sprache, durch Gebärden, oder durch die Haltung ihres Körpers. Eine Katze lügt nie!

Fortsetzung folgt.

--
MfG

_/_/_/ Bruno Leidig \_\_\_

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subject: Re: Tschuess Abendessen oder: Katzen im Glueck!
author: B. Leidig BLeidig@gmx.de
date: Dienstag, 18. August 1998 21:39

forum: news:de.rec.tiere.katzen

Tach Leutz,

Ihr wisst ja alle wie sich das Leben so in aller Herrgottsfrüh abspielt. Meine Frau - ein absoluter Morgenmuffel - richtet mir immer wegen der Verletzungsgefahr, resultierend aus dem unfachmännischen Gebrauch von Frühstücksmessern, mein morgendliches Häppchen in Form von einem Wurst- und einem Käsebrot. Unser Kater King Kalle hat dies natürlich als erfahrener Abstauber mitbekommen. Es ergab sich eines Morgens ein Streitgespräch mit folgendem Wortlaut:

(B = Bruno - meine Wenigkeit / C = Claudia - meine Frau)

B - Moin
C - Mhmm --- Ruhe ----
B - Wo´sn mei Früstück?
C - Vor Dir! --- Ruhe ---
B - Hm? (langsam gehen die Augen auf) Seh nix! Nur Käs!
C - mach die Auge auf!
B - Habbich - seh trotzdem nix (Blutdruck steigt!)!
C - Kerle, da ich hab......... Hm? Wo´sn Dei Frühstück? Ischt schon im Gedanke?
B - (Blutdruck steigt weiter) Grmpfzsesmsum Dunner - wo´sn mei Wurschtebrot?
C - Ja haschs net gesse?
B - awas!
C - Wersch alt?
B - los mer mei Ruh - geb mer wei Wurschtebrot widder oder ich beiss Dich!
C - Bleib sitze, Ich mach der e Neues. Pass auf tret´ den Kater net!
B - Wieso?
C - der liegt unnerm Tisch!
B - Was machtn der da?
C - Schlafen
B - Unnerm Tisch? Schau mal, hat der was unnerm Kopf liege?
C - Ja - dei Brot ---- ohne Wurscht - die hatter gessen.
B - Drecksack!

.-)

PS: Ich bekam ein neues Wurstbrot!

-- MfG

_/_/_/ Bruno Leidig \_\_\_

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subject: Schreckenszeiten - Kampf dem Schrubber (War:Re: Unheimliche schwarze Sachen)
author: B. Leidig BLeidig@gmx.de
Datum: Samstag, 22. August 1998 12:35
forum: news:de.rec.tiere.katzen

- Am Hofe des Königs -

Es gibt Zeiten für Könige, die selbst bei der verwegenen Sorte der Regenten nicht beliebt sind - zum Beispiel die Zeit der Reinigung. Nein - sehr verehrte Damen und Herren - nicht die Zeit der inneren Reinigung des Geistes, sondern die der äußeren - der Reinigung des Körpers!.....EKELHAFT!

Die angetraute Göttergattin meines Kriegsministers und ersten Schreiberlings der Mären meiner Herrlichkeit hat ab und zu kränkelnde Anwandlungen die sich in vorübergehendem Wahnsinn äußern!! Sie meint tatsächlich ab und zu, daß es an der Zeit wäre, die fleischliche Hülle, die meinen überragenden Geist umgibt waschen zu müssen! Können Sie sich das vorstellen? Mich? Reinigen? Von was denn? Ich und dreckig .......... das muß man sich mal vorstellen! Man (Mensch) ist einfach zu pingelig. Was macht denn das bißchen Baumharz auf dem Fell, auch wenn noch etwas Erde darin klebt? Ist das ein Grund einen König, einen REGENTEN der umliegenden Gefilden in ein Badezimmer einzusperren, die Tür so zu verschließen, daß man nicht mal mehr flüchten kann? Meines Erachtens nicht!

Neulich erst, nach so einer Reinigung (auch noch mit Wasser und Katzenshampoo - stellen Sie sich das mal vor!) bin ich natürlich flugs durch die Küche gerannt um meinen Häschern zu entrinnen! Beiläufig habe ich so ganz nebenbei dann auch noch - natürlich VÖLLIG unbeabsichtigt :-) - die ganze Küche eingesaut! Die oberste Leckereianrichterin und deren Ehemann, mein Kriegsminister - der elende Verräter, heben mich natürlich wieder bezwungen, und mich abgerubbelt - wenigstens das war auszuhalten. Danach aber, hat die Spenderin der Gaumenfreuden etwas ganz sinverwirrendes getan (Wahnsinn eben, oder?) Sie nahm sich aus einem Schrank einen langen Stab, mit einer Bürste daran. Versuchsweise - natürlich vorsichtig! Ich war mir der Gefahr bewußt, roch ich mal daran. Da hat sich doch das elende Ding herumgedreht und ist mir durchs herrschaftliche Fell gesaust! Sicherheitshalber habe ich dem Ding mal eine runtergehauen. Es hat sich dann wieder in seinen Eimer verzogen.

Nach kurzer Zeit aber hat sich das Drecksding wieder bewegt. Es schien mit irgend etwas zu kämpfen! Im Eimer! Das habe ich mir naturalemente sofort pronto extremico angeschaut.......... Da sprang doch etwas riesiges graues aus dem Eimer, hielt den Stock mit der Bürste noch umklammert, aus dem Eimer raus - direkt auf mich drauf! Ich war wieder platschnaß! Das hat die Herrin der Tiegel und Töpfe gesehen! Sofort half sie mit der Bürste am langen Stiel das graue Ungetüm niederzuringen. Wir waren das absolute Tagteam! Ob ich dabei naß wurde war mir in diesem Fall egal! Wir haben das Teil durch die Küche gejagt, als ob unser Leben davon abhinge! Den Boden rauf - den Boden runter - bis in die Ecken haben wir es gedroschen! Das Ding (vielleicht aus einer anderen Welt?) hat sich gewehrt wie der Teufel persönlich! Es schlabberte hin - es schlabberte her, aber nach einer viertel Stunde war es geschafft. Das Ding rührte sich nicht mehr! Ich habe noch mal kurz testweise probiert, ob es noch lebt, es war aber nichts mehr zu retten. Nicht mal mehr für medizinische Zwecke konnte man das Teil da gebrauchen!

Aber dann tat die Überwacherin der Ernährungsgewohnheiten etwas, was selbst mir eine Gänsehaut über den schönbepelzten Rücken rieseln lies! Sie packte das graue Ungetüm an einem Ende ich glaube es war der Kopf, kann dies aber nicht mit Bestimmtheit sagen - und, jetzt wehrte Damen und Herren, haltet Euch fest und nehmt die Spucktüten zur Hand, drehte ihm den Kopf so weit herum, das sämtliche Körperflüssigkeiten fluchtartig die gestorbene Hülle verließen. Die Flüssigkeit hat sie dann im Eimer gesammelt (hoffentlich macht sie keine Suppe daraus!) und ins Bad gestellt. Später sah ich dann, daß sie das tote graue Ding noch einmal vor lauter Zorn quer durch das Bad prügelte.

Nachdem Sie sich dann endlich wieder beruhigt hatte, bin ich mal gaaaaaaanz langsam auf der Couch im Wohnzimmer auf sie zugeschlichen, um zu sehen, ob der krankheitsbedingte Anfall nun vorüber wäre. Hach Leute hat die mich geknuddelt - gaaaaaaaaaanz lang. Ich glaube, sie hat sich richtig gefreut, daß ich Ihr geholfen habe, dieses graue Ungetüm zu erledigen. Tja - meine Pflegerin der Geschmacksnerven ist schon ein gutes Stück. Bloß verscherzen, das darf man es sich nicht mit Ihr!

Charly - King Kalle Graf Rotz von Weinheim, vorderem Odenwald und umliegender Ländereien

aus dem kätzischen übersetzt -- MfG

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King Kalles Bewerbungsschreiben (zur Aufnahme in die Kaffeeklatschliste)

Dazu meinte King Kalle:

"Schreiberling, er möge dieser netten Person zukommen lassen, daß meine Hochwohlgeborenheit gewillt ist, sich ebenfalls auf dieser Liste zu verewigen! Er möge dieser netten Dame vortragen, daß meine Herrschaftlichkeit ebenfalls Interesse an dieser Aufstellung hat, und Folgendes weiterleiten:

King Kalle, vollständiger Name:

IchbinderChefhierundMirgehörthiereinfachAlles
undwerwasvonmirwilldenhauichausdenSchuhen
undichscheißhinwoichwill

Graf Rotz von Weinheim und vorderem Odenwald -- 2 Jahre -- schwarz mit weißem Lätzchen
(bürgerlicher Name: Charly)

Lady Gina vom Hängeschrank -- 3 Jahre -- dunkel-, hellbraun und beige getigert
(bürgerlicher Name: Gina)

Bruno -- Schreiberling des Königs -- nicht getigert

Claudia -- Hauptdosenöffnerin und erster Fütterungsoffizier seiner Hoheiten -- ebenfalls nicht getigert

Simon -- noch zu klein zu allem -- hat sich aber schon aufgrund der Lautstärke seiner Brüllerei zu Oberbrüllmeister und erstem Windelschisser heraufgearbeitet -- Duzfreund und Schlafbruder des Königs, der sehr an den Windeln des Kleinen interessiert ist (Ständige Frage des Königs: Wieso riechen die Windel am Oberbrüllmeister anders, als die in der Packung?) -- hat zwar Haare, aber Farbe/n noch ungewiss, es kann deshalb nicht mit Sicherheit festgestellt werden, ob getigert oder nicht.:-)

-- MfG

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subject: Re: Rocky's neuester Diebstahl
author: KingKalle KingKalle@gmx.de
Datum: Sonntag, 29. November 1998 12:25
forum: news:de.rec.tiere.katzen

> Da kannst Du mal sehen wie Rocky Dich beschützt, stell Dir mal vor Rocky hätte das Hackfleisch nicht getötet und es hätte Dich angefallen. Er wird doch wohl eine Belohnung bekommen haben dafür oder?

Dazu der König:

Man möge dem tapferen Recken nun endlich einen Orden überreichen!

Meine Erlauchtheit hat vor nicht gar allzu langer Zeit den stimmgewaltigen Ableger meiner Dienstbotenschaft vor dem Tod des Erstickens errettet!
Die weibliche Überwacherin meiner Wohlgestalt beliebt des Öfteren ihren Nachwuchs mit solch eigentümlichen Behältnissen aus Kunsstoff zu füttern, die am oberen Ende einen Verschluß aus einem weichen gummiartigen Kunststoff haben! Man möge sich dies mal vorstellen! Beliebt dies unholde Weib ihren Abkömmling auf solch garstige Art und Weise zu quälen!
Dies unwirsche Weib meint auch noch, sie könne mich davon abhalten diese martialischen Gerätschaften zu erbeuten und zu zerstören HA! - dies kann und will ich nicht in meinem Herschaftsbereich dulden! So habe ich auch vor Kurzem eine dieser Flaschen auf einem meiner Beutezüge durch die Küche erbeutet und flugs die Spitze abgebissen! Als Belohnung hierfür und Stärkung meiner hochherrschaftlichen Gestalt habe ich mir natürlich ein paar Schluck genehmigt. War gar nicht übel, das Zeug, das der Kleine da bekommt :-)

> >Und nun sind meine grauen Gehirnzellen wieder gefordert eine neue und
> >sichere Abdeckung zu finden.

Weib ! Flitzekacke mögest Du bekommen !

--
MfG

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Schreiberling des Königs

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subject: Re: Unser Kater ist zu dick
author: KingKalle KingKalle@gmx.de
Datum: Mittwoch, 9. Dezember 1998 17:42
forum: news:de.rec.tiere.katzen

> Hallo, unser kastrierter Kater ist 10 Jahre alt, lebt nur in der Wohnung und wiegt 19 Pfund.!!

Pottenhafter Bube!

Einen Abkömmling unserer allseits geliebten Katzengöttin als zu dick zu schimpfen! Und dann noch kastrieren lassen! Schäme er sich! Kann er denn erahnen wie schwer es für einen Kater ist, ohne seine Bimmelbammels das Gleichgewicht auf den umliegenden Dächern zu halten? Ist er sich dessen denn bewusst wie ein Kater ohne Dingensdongens von hinten für eine Katzendame aussieht? Dann lass er sich doch mal das Gebimmbamsel von seinen Hofmedizinmann einflachen! Dann frage er seine Frau / Freundin wie es aussieht! Sicherlich wird sie sich schmunzelnd abwenden, und sich schnellstmöglich einem anderen potenteren Verehrer zuwenden!
Und dann behauptet er sein Kater wäre zu dick!

ER MÖGE ES AUSWENDIG LERNEN UND IN SEIN TÄGLICH NACHTGEBET AUFNEHMEN!

Er spreche mir nach:

Mein Kater ist nicht zu dick, sondern von stattlicher Wohlgestalt und heldenhaftem Aussehen. Er möge mir mein unwirsches Verhalten verzeihen und mir nicht hadern und von Ahndungsmaßnahmen absehen. Ich verspreche, von solch Äußerungen ab sofort Abstand zu nehmen und meinem kätzischen Vermieter von nun an huldvoll zur Seite zu stehen, und seine Wohlgestalt zu hegen und zu pflegen, so wahr ihm King Kalle sonst auf die Sprünge helfe!
Gehe er innigst in sich und denke darüber nach, ob er seinen Vermieter (= Kater) nicht in Form eines guten (und ich meine auch guten) Abendessens (Lachs und so weiter!) um Verzeihung bäte!!

grmpfgrl!

Das war´s - gute Nacht! :-)

--
MfG

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Schreiberling des Königs

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